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AKS What's that?

Die Aktion Kritischer SchülerInnen Burgenland (AKS) ist eine Organisation von SchülerInnen für SchülerInnen. Gemeinsam setzen wir uns für eine sozial gerechte, demokratische und angstfreie Schule und Gesellschaft ein.

Vieles läuft falsch in unserem Schulsystem. Wir sehen es als unsere Aufgabe Verbesserungen zu erzielen: Egal ob es um Stundenkürzungen, verstaubte Lehrinhalte oder Bildungsabbau geht: wir kämpfen dagegen an. Verbesserungen fallen aber nicht vom Himmel sondern sind Ergebnisse von unserem Engagement. Es ist unsere Schule um die es hier geht- deshalb liegt es an uns mitzubestimmen, was gemacht wird.

Deshalb stellen wir den Anspruch SchülerInnen auf breiter Basis zu organisieren. Daneben bieten wir jede Menge Serviceangebote. SV Mappe, Materialien, Aktionen, Workshops und Schulrechtshilfe seinen hier beispielhaft erwähnt.

Wozu eigentlich eine SV wählen?

Mitsprache endet für dich mit der Wahl eines/ einer SchulsprecherIn. Du wirst nicht gefragt wie der Stundenplan ausschaut oder welche LehrerInnen dich wie unterrichten. Ob der/ die SchulsprecherIn etwa für oder gegen die 6 Tage Woche stimmt, darauf hast du keinen Einfluss. Doch als SchulsprecherIn stellt sich die Frage: “Warum darf ich nicht mitreden?”. Der/ die DirektorIn schlägt vor, Handlungsspielraum gibt es nicht. Kannst du wirklich SchülerInnenrechte vor der Lehrerin vertreten bei der du am nächsten Tag Schularbeit hast?

LSV/ BSV- undemokratische Papiertiger?

Am Anfang des Schuljahres wählst du deineN SchulsprecherIn. Am Ende des Jahres wählt er/sie die LSV (LandesschülerInnenvertretung). 30 LandesschulsprecherInnen wählen die BSV (BundesschülerInnenvertretung). 1 232561 andere SchülerInnen, so wie dich, soll diese aber auch vertreten. LSV und BSV sind zwar Instrumente, die manche Karrieregelüste befriedigen mögen aber in dieser Form wenig bewirken. In welchen Fragen wird die LSV/ BSV überhaupt gefragt? Bildungspolitik, also deine Zukunft wird von PolitikerInnen gemacht während die BSV zum Zuschauen verdonnert wird. Es kommt aber darauf an, dass deine Interessen gehört werden. Deshalb setzen wir uns für eine andere SchülerInnenvertretung ein, bei der du selbst etwas mitzureden hast.

Was wir wollen

Die Schule muss demokratischer werden. Wir wollen, dass du deine Vertretung auf Landes und Bundesebene selbst, also direkt wählst. Je mehr SchülerInnen an der Wahl der LSV/ BSV beteiligt sind, desto glaubhafter können sie deine Interessen vertreten. Auf Schulebene ist deinE SchulsprecherIn dir gegenüber verantwortlich und hat Rücksprache zu halten. DirektorInnen dürfen den Handlungsspielraum deiner Vertretung nicht einschränken. Mitsprache für dich bzw. für deine Vertretung in all jenen Punkten, die dich auch betreffen ist das Ziel der AKS.

Get active! Get organized!

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

 

…aus einer alten Kampagne der AKS Niederösterreich, Oberösterreich und Burgenland

Eine Schule…

Tag für Tag, eher aus Gewohnheit denn aus Interesse, betritt eine Schülerin einer niederösterreichischen AHS ihr Schulgebäude. Identifikation mit “ihrer” Schule findet wohl keine statt. Der abgebröselte Verputz spiegelt das Wesen der Bildungsanstalt wieder. Die Schülerin behält ihren Mantel lieber an denn die Heizung wird noch nicht aufgedreht- zu teuer. Gut, dass die Körperwärme der 28 MitschülerInnen, in einen viel zu kleinen Klassenraum gepfercht den Raum zumindest notdürftig wärmt. Viele SchülerInnen kommen aus höheren Klassen. Nur weniger Gesichter kennt die Schülerin seit der ersten Klasse. Gut die Hälfte hat es nicht geschafft. Sie erinnert sich an die Unterstufe als sie Theater spielte. Jetzt nicht mehr; Freifächer gibt es nicht mehr….

… im System

Vieles läuft falsch in unserem Bildungssystem: Schlechte Infrastruktur, miserables Schulklima und verstaubte Lehrinhalte sind nur die Spitze des eines Eisberges. Notengebung, demotivierte LehrerInnen und fehlende SchülerInnenmitbestimmung, soziale Ungerechtigkeiten, Stundenkürzungen oder Leistungsdruck, das alles steht auf der Tagesordnung in unserem Schulsystem. Einschüchterungen durch oft willkürliche Notengebung, verpflichtende Drogentests, Rassismus im Unterricht oder das Abschieben in Containerklassen. Beispiele darüber, was alles falsch läuft lassen sich viele finden. Österreichische Bildungspolitik unter schwarz-blau reduziert sich auf das sog. Haushalten der Mittel und auf die Disziplinierung all jener, die nicht 1 zu 1 in das System passen.

Die Ressourcenknappheitsdiktatur

Bildungspolitik unterliegt offensichtlich zwei Instanzen. Erstens der 2/3 Mehrheit im Parlament. Diese macht es schwarz-blau unmöglich unser Bildungssystem, ohne Zustimmung der Sozialdemokratie, nach Belieben zu zerstören. Es muss aber eine zweite Instanz geben, die weit mehr zählt als die demokratische: Budgetbegleitgesetze, ministerielle Verordnungen beziehungsweise Profitlogik bestimmen wer was wann wo und wie lernen darf. Das öffentliche Bildungssystem wird ausgehungert. An allen Ecken und Enden scheint das Geld zu fehlen. Ein hausgemachter, politisch kurzsichtiger Sparzwang diktiert unsere Schulen. Aufrechterhalten wird der Schulbetrieb, bedingt durch den weitgehenden Rückzug öffentlicher Gelder, durch Zahlungen der Eltern. Immer mehr müssen sie für den Schulbesuch ihrer Zöglinge hinblättern. Trotzdem sinkt die Qualität. Klingt Paradox.

Heile Welt- Private GeldgeberInnen

Gleichzeitig wachsen private Schulen, besonders im Bereich der Fachhochschulen aus dem Boden. Auch die Diskussion um Eliteunis kommt nicht von ungefähr sondern ist Teil derselben Diskussion. Die zweite, die private Säule des Bildungssystems, soll aus Regierungslogik noch stärker etabliert und forciert werden. Schulgeld sichert die gute Ausstattung der Bildungsanstalten. Zugleich sind diese privat geführten Schulen auch für InvestorInnen sehr attraktiv. Firmen, die SchülerInnen direkt von der Schulbank werben haben ein Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften und das lassen sich auch einiges kosten. Privatschulen bilden besser aus und garantieren Arbeitsplätze.

Arbeits- und Ausbildungsplätze, die jedoch nur für wenige in Frage kommen. Der Schulbesuch privater Schulen kostet nämlich gerade um soviel mehr, dass er nur für Besserverdienende leistbar ist. Hier steigen die Kosten, die Qualität aber auch. Somit verfügen hier (Aus)gebildete Menschen über mehr Chancen innerhalb der Gesellschaft.

“competitive schools”

Zukunftschancen sind somit von der Brieftasche der Eltern abhängig. Ähnlich wie in den USA ist es eine Frage des Kapitals, nicht des Wissens. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit und um den Wert des Menschen am Markt. Schulen produzieren das, was die Wirtschaft braucht: Eine kleine Elite um die zukünftigen Spitzpositionen besetzen zu können und die große Menge derer, die möglichst ungebildet für Niedriglohnjobs ausgebildet werden. Es geht um den Wettbewerb. Die Ausbeutungsgrad des Menschen durch die Wirtschaft muss optimiert werden. Aufgabe der Bildungsmaschinerie ist somit die optimale Vorbereitung der Masse auf das, was auf sie zukommt. Wer im Bildungssystem mitkommt ist später privilegiert, die Masse braucht man zum Treten.

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter!

Kontrolle und Gleichschaltung im Bildungsbereich stellt das System her: Die große Masse muss in dieses System gepresst werden und innerhalb des Systems denken. Mit leerem Kopf, also ungebildete Menschen haben, zumindest tendenziell, weniger Chance sich gegen das System zu stellen und unabhängig zu denken.

Der Theoretiker der Frankfurter Schule, Herbert Marcuse, konstatiert einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus, der das in sich widerspruchsvolle kapitalistische Gesellschaftssystem stabilisiert und nur noch Randgruppen, Außenseiter, Unterprivilegierte und Intellektuelle zu subversivem Bewusstsein kommen lässt. (Marcuse, der eindimensionale Mensch).

Genau dagegen verwehren wir uns als kritisch denkende Menschen, als AKS und als Sozialistische Jugend.

Wir wollen mehr

Subversives Bewusstsein und Entwickeln der persönlichen und politischen Freiheit sind hier untrennbar miteinander verbunden. Setzen wir uns für eine sozial gerechte, demokratische und angstfreie Schule und Gesellschaft ein, so impliziert es auch ein Eintreten für das Ideal eines gebildeten Menschenbildes. Bildung ist also ein wesentlicher Schlüssel zur Überwindung des Kapitalismus, zur Überwindung unserer bürgerlichen Demokratie und zur Schaffung einer neuen Gesellschaftsordnung, die ohne Unterdrückung und Klassensystem, Sexismus und Gewalt auskommt.

In die Schulen!

Vor diesem Hintergrund hat die AKS Niederösterreich gemeinsam mit der AKS Oberösterreich und der AKS Burgenland die Kampagne “Mit leerem Kopf nickt es sich leichter” entwickelt. Insgesamt sollen mehr als 70.000 Stück des Kampagnenmaterials vor Schulen verteilt werden. Unser Ziel ist es auf das, was mit uns geschieht und bald auf uns noch viel verschärfter zukommen wird aufzuzeigen und Gegenkonzepte aufzuzeigen.

Das Protestpotenzial von Schülerinnen und Schülern ist so groß wie selten zuvor. Dieses gilt es anzusprechen. Als sozialistische Organisation ist es unsere Aufgabe, Jugendliche in Betrieb und Schule zu organisieren. Konkrete Aktionen, die sich gegen Missstände an der Schule richten bilden das Rückgrat der Kampagne. Zusätzlich dazu soll eine inhaltliche Diskussion innerhalb der AKS/ SJ grundsätzliche Alternativen zum Bildungssystem erarbeiten. Auch das bildungspolitische Profil der SJ Österreich wird dadurch weiter geschärft.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Diesen Leitspruch nehmen wir, wenn es um unser politisches Denken und Handeln geht in Anspruch. Gegen den Strom, gegen den neokonservativen Mainstream zu schwimmen ist unsere Aufgabe. Wir wollen weder in öffentlichen Schulen verdummen noch in Privatschulen Unsummen zahlen!
Eine Schule…

Tag für Tag, eher aus Gewohnheit denn aus Interesse, betritt eine Schülerin einer niederösterreichischen AHS ihr Schulgebäude. Identifikation mit “ihrer” Schule findet wohl keine statt. Der abgebröselte Verputz spiegelt das Wesen der Bildungsanstalt wieder. Die Schülerin behält ihren Mantel lieber an denn die Heizung wird noch nicht aufgedreht- zu teuer. Gut, dass die Körperwärme der 28 MitschülerInnen, in einen viel zu kleinen Klassenraum gepfercht den Raum zumindest notdürftig wärmt. Viele SchülerInnen kommen aus höheren Klassen. Nur weniger Gesichter kennt die Schülerin seit der ersten Klasse. Gut die Hälfte hat es nicht geschafft. Sie erinnert sich an die Unterstufe als sie Theater spielte. Jetzt nicht mehr; Freifächer gibt es nicht mehr….

… im System

Vieles läuft falsch in unserem Bildungssystem: Schlechte Infrastruktur, miserables Schulklima und verstaubte Lehrinhalte sind nur die Spitze des eines Eisberges. Notengebung, demotivierte LehrerInnen und fehlende SchülerInnenmitbestimmung, soziale Ungerechtigkeiten, Stundenkürzungen oder Leistungsdruck, das alles stand auf der Tagesordnung in unserem Schulsystem. Einschüchterungen durch oft willkürliche Notengebung, verpflichtende Drogentests, Rassismus im Unterricht oder das Abschieben in Containerklassen. Beispiele darüber, was alles falsch läuft lassen sich viele finden. Österreichische Bildungspolitik unter schwarz-blau reduzierte sich auf das sog. Haushalten der Mittel und auf die Disziplinierung all jener, die nicht 1 zu 1 in das System passen.

Heile Welt- Private GeldgeberInnen

Private Schulen wachsen, besonders im Bereich der Fachhochschulen aus dem Boden. Auch die Diskussion um Eliteunis kommt nicht von ungefähr sondern ist Teil derselben Diskussion. Die zweite, die private Säule des Bildungssystems, sollte aus damaliger Regierungslogik noch stärker etabliert und forciert werden. Schulgeld sichert die gute Ausstattung der Bildungsanstalten. Zugleich sind diese privat geführten Schulen auch für InvestorInnen sehr attraktiv. Firmen, die SchülerInnen direkt von der Schulbank werben haben ein Interesse an gut ausgebildeten Fachkräften und das lassen sich auch einiges kosten. Privatschulen bilden besser aus und garantieren Arbeitsplätze.

Arbeits- und Ausbildungsplätze, die jedoch nur für wenige in Frage kommen. Der Schulbesuch privater Schulen kostet nämlich gerade um soviel mehr, dass er nur für Besserverdienende leistbar ist. Hier steigen die Kosten, die Qualität aber auch. Somit verfügen hier (Aus)gebildete Menschen über mehr Chancen innerhalb der Gesellschaft.

“competitive schools”

Zukunftschancen sind somit von der Brieftasche der Eltern abhängig. Ähnlich wie in den USA ist es eine Frage des Kapitals, nicht des Wissens. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit und um den Wert des Menschen am Markt. Schulen produzieren das, was die Wirtschaft braucht: Eine kleine Elite um die zukünftigen Spitzpositionen besetzen zu können und die große Menge derer, die möglichst ungebildet für Niedriglohnjobs ausgebildet werden. Es geht um den Wettbewerb. Die Ausbeutungsgrad des Menschen durch die Wirtschaft muss optimiert werden. Aufgabe der Bildungsmaschinerie ist somit die optimale Vorbereitung der Masse auf das, was auf sie zukommt. Wer im Bildungssystem mitkommt ist später privilegiert, die Masse braucht man zum Treten.

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter!

Kontrolle und Gleichschaltung im Bildungsbereich stellt das System her: Die große Masse muss in dieses System gepresst werden und innerhalb des Systems denken. Mit leerem Kopf, also ungebildete Menschen haben, zumindest tendenziell, weniger Chance sich gegen das System zu stellen und unabhängig zu denken.

Der Theoretiker der Frankfurter Schule, Herbert Marcuse, konstatiert einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus, der das in sich widerspruchsvolle kapitalistische Gesellschaftssystem stabilisiert und nur noch Randgruppen, Außenseiter, Unterprivilegierte und Intellektuelle zu subversivem Bewusstsein kommen lässt. (Marcuse, der eindimensionale Mensch).

Genau dagegen verwehren wir uns als kritisch denkende Menschen, als AKS und als Sozialistische Jugend.

Wir wollen mehr…

…subversives Bewusstsein und Entwickeln der persönlichen und politischen Freiheit sind hier untrennbar miteinander verbunden. Setzen wir uns für eine sozial gerechte, demokratische und angstfreie Schule und Gesellschaft ein, so impliziert es auch ein Eintreten für das Ideal eines gebildeten Menschenbildes. Bildung ist also ein wesentlicher Schlüssel zur Überwindung des Kapitalismus, zur Überwindung unserer bürgerlichen Demokratie und zur Schaffung einer neuen Gesellschaftsordnung, die ohne Unterdrückung und Klassensystem, Sexismus und Gewalt auskommt.

In die Schulen!

Vor diesem Hintergrund hat die AKS Niederösterreich gemeinsam mit der AKS Oberösterreich und der AKS Burgenland die Kampagne “Mit leerem Kopf nickt es sich leichter” entwickelt. Insgesamt sollen mehr als 70.000 Stück des Kampagnenmaterials vor Schulen verteilt werden. Unser Ziel ist es auf das, was mit uns geschieht und bald auf uns noch viel verschärfter zukommen wird aufzuzeigen und Gegenkonzepte aufzuzeigen.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Diesen Leitspruch nehmen wir, wenn es um unser politisches Denken und Handeln geht in Anspruch. Gegen den Strom, gegen den neokonservativen Mainstream zu schwimmen ist unsere Aufgabe. Wir wollen weder in öffentlichen Schulen verdummen noch in Privatschulen Unsummen zahlen!